Album Verlag für Photographie BSIN04884064 2003, mit Audio-CD, HC, 131 S. m. zahlr. Fotos, Format: 20,4 x 22,6 x 1,4 cm

Schulz, Klaus - Jazz in Österreich 1920-1960 (Eine Bildchronik mit Hörbeispielen auf CD)

Als Geburtsstätten der Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelten Paris und Wien. Während Alban Berg, Arnold Schönberg und Anton von Webern in der Donaumetropole die Musik seriell zu abstrahieren begannen, ließen sich ihre Komponistenkollegen an der Seine, Igor Strawinsky, Darius Milhaud und Erik Satie, von den gastierenden und später wohnhaften amerikanischen Jazzbands inspirieren und schufen so die notwendigen Voraussetzungen für die große Begeisterung und Akzeptanz der Jazzmusik in Frankreich. Und seither gilt Paris als die Jazzmetropole Europas.
Da Österreich keine Kolonien besessen hatte, zog es kaum Jazzmusiker nach Wien; deswegen entwickelte sich hier die Jazzmusik durch das Fehlen „hautnaher“ Vorbilder unter völlig anderen und viel schwierigeren Voraussetzungen.
Folgerichtig war mit Friedrich Gulda das erste große Aushängeschild in der europäischen Jazzszene ein klassischer Musiker, in dessen Sog sich dann Größen wie Hans Koller in Europa und Joe Zawinul in den USA etablierten.
Der profunde Kenner und langjährige Beobachter der österreichischen Jazzszene, Klaus Schulz, hat hier eine genüssliche optische und anekdotische Bestandsaufnahme von fünf Jahrzehnten österreichischer Jazzgeschichte aufgearbeitet. Die Rede ist also von jenem Nährboden, der später eine Vielfalt von Talenten und beachtlichen Jazzmusikern hervorgebracht und damit Wien zu einer äußerst lebendigen Jazzszene verholfen hat, die mittlerweile repräsentativ für ganz Europa ist. (Mathias Rüegg)
Die CD beinhaltet 26 sehr seltene und unveröffentlichte Aufnahmen.
Price: 36,00 EUR